Pflegegrad beantragen in Frankfurt: „Wir dachten, wir schaffen das alleine“ – wie Sie jetzt alles richtig machen
- Herzensgut Pflegedienst

- 1. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit

Als Frau Reuter aus Frankfurt-Bornheim den Brief ihrer Pflegekasse öffnete, blieb ihr der Atem weg.
„Ihr Antrag auf Pflegegrad wird abgelehnt.“
Ihr Vater war da schon seit Monaten sturzgefährdet, brauchte Hilfe beim Duschen, schaffte die Treppen kaum noch. „Wie kann das sein?“, fragte sie verzweifelt.
Der Grund war derselbe wie bei vielen Familien in Frankfurt:Der Pflegegrad wurde zu spät beantragt – und auf die Begutachtung hatte sich niemand richtig vorbereitet.
Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir diesen Ratgeber geschrieben. Aus unserer täglichen Erfahrung als ambulanter Pflegedienst in Frankfurt – von Bornheim über Nordend und Sachsenhausen bis Höchst.
Pflegegrad beantragen in Frankfurt – das Wichtigste in Kürze
Ein Pflegegrad ist die Voraussetzung, damit Sie Leistungen der Pflegekasse bekommen (z. B. Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Kurzzeitpflege).
Zuständig ist immer die Pflegekasse der versicherten Person (z. B. AOK, TK, Barmer – meist bei der Krankenkasse angesiedelt).
Nach Antragstellung kommt der MDK (bei gesetzlich Versicherten) oder Medicproof (bei Privatversicherten) zur Begutachtung nach Hause.
Entscheidend ist, was im Alltag wirklich nicht mehr geht – nicht, wie tapfer Ihr Angehöriger „funktioniert“, wenn Besuch da ist.
Sie haben ein Widerspruchsrecht, wenn der Pflegegrad zu niedrig ausfällt oder abgelehnt wird.
Herzensgut Pflegedienst in Frankfurt unterstützt Sie auf Wunsch von der Antragstellung bis zum Widerspruch – kostenlos und unverbindlich im Erstgespräch.
📞 Pflegegrad beantragen in Frankfurt?Rufen Sie uns an: +4969870017570 – rund um die Uhr erreichbar.
Was ist ein Pflegegrad – und warum ist er so wichtig?
Ein Pflegegrad beschreibt, wie stark jemand im Alltag auf Hilfe angewiesen ist. Er ist die Grundlage dafür,welche Unterstützung Sie von der Pflegekasse bekommen – zum Beispiel:
Pflegegeld (wenn Angehörige pflegen)
Pflegesachleistungen (wenn ein ambulanter Pflegedienst wie Herzensgut hilft)
Kombinationsleistungen (Mischung aus Geld und Sachleistung)
Entlastungsbetrag für stundenweise Betreuung und Haushaltshilfen
Zuschüsse für Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Tagespflege
Zuschüsse für Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassungen (z. B. Haltegriffe, Umbau Dusche)
Ohne Pflegegrad bleiben viele dieser Leistungen komplett ungenutzt – obwohl ein Anspruch bestehen würde.
Wann sollte ich einen Pflegegrad beantragen?
Die ehrliche Antwort: Früher, als die meisten denken.
Viele Angehörige in Frankfurt melden sich erst, wenn der Notfall schon da ist:
nach einem Sturz
nach einem Krankenhausaufenthalt
wenn „plötzlich nichts mehr geht“
Dabei gibt es oft schon Monate oder Jahre vorher deutliche Warnsignale:
Ihr Angehöriger schafft die Körperpflege nicht mehr allein (Duschen, Waschen, Anziehen)
Treppen werden zur Herausforderung
Essen wird vergessen oder nur noch „irgendwas“ gegessen
Vermehrte Stürze oder Stolpern in der Wohnung
Demenz-Anzeichen: Verwirrtheit, Vergessen von Terminen, Herd anlassen
Sie als Angehörige/r sind ständig erschöpft, gereizt, schlafen schlecht
Sind zwei oder mehr Punkte erfüllt, ist es höchste Zeit, einen Pflegegrad zu beantragen.
Schritt für Schritt: So beantragen Sie den Pflegegrad in Frankfurt
1. Antrag bei der Pflegekasse stellen
Der erste Schritt ist einfach – und trotzdem warten viele viel zu lange.
So geht’s:
Rufen Sie bei der Pflegekasse (nicht beim Pflegedienst) an – Adresse steht auf der Gesundheitskarte.
Sagen Sie: „Ich möchte Leistungen der Pflegeversicherung beantragen.“
Die Pflegekasse schickt Ihnen ein Formular zu – oder Sie stellen den Antrag direkt telefonisch/schriftlich.
Wichtig:Das Antragsdatum zählt!Ab diesem Datum können Leistungen – je nach Entscheidung – rückwirkend gezahlt werden.
💡 Tipp von Herzensgut:Wenn Sie uns anrufen, helfen wir Ihnen kostenlos beim Formulieren des Antrags und erklären Ihnen, welche Angaben wichtig sind.
2. Alltag dokumentieren – bevor der Gutachter kommt
Die größte Falle:
„Bei uns lief alles gut, als der Gutachter da war – und danach war wieder Chaos.“
Warum?Viele Menschen strengen sich an, wenn Besuch kommt. Sie wollen „nicht zur Last fallen“, zeigen sich von der besten Seite – und wirken plötzlich viel selbstständiger, als sie sind.
Deshalb: Vorbereitung ist alles.
Führen Sie für 1–2 Wochen ein Pflege-Tagebuch, z. B.:
Wie viel Hilfe braucht Ihr Angehöriger beim Aufstehen, Anziehen, Waschen, Toilettengang?
Was klappt gar nicht mehr alleine?
Wie oft braucht er/sie Erinnerung an Essen, Trinken, Medikamente?
Gibt es nächtliche Unruhe, Weglaufen, Verwirrtheit?
Gab es in letzter Zeit Stürze oder Beinahe-Stürze?
Schreiben Sie konkret auf:
„Ohne Hilfe schafft meine Mutter es nicht, in die Dusche zu steigen.“„Mein Vater vergisst täglich seine Medikamente.“„Nach 5 Stufen Treppe ist er völlig erschöpft.“
Diese Notizen sind Gold wert für die Begutachtung.
3. Die Begutachtung durch den MDK / Medicproof
Der Gutachter kommt zu Ihnen nach Hause (oder in die Wohnung Ihres Angehörigen) – in Frankfurt meist innerhalb weniger Wochen nach Antragstellung.
Dauer: ca. 30–60 Minuten
Er oder sie schaut sich an:
Mobilität: Aufstehen, Gehen, Treppen, Rollator?
Körperpflege: Waschen, Duschen, Zähne putzen, Toilettengang
Ernährung: Essen zubereiten, Essen aufnehmen, Trinken nicht vergessen
Kognitive Fähigkeiten: Orientierung, Erinnern, Verstehen
Verhalten & psychische Problemlagen: Unruhe, Aggressivität, Angst, Weglaufen
Alltag & Haushalt: Kochen, Einkaufen, Wäsche, Wohnung sauber halten
Ganz wichtig:
Schönreden hilft nicht.Sagen Sie ehrlich, was im Alltag schwierig ist – auch wenn es weh tut.
Lassen Sie Ihren Angehörigen nicht alles alleine „vorspielen“, wenn Sie wissen, dass es im Alltag anders aussieht.
Legen Sie das Pflege-Tagebuch bereit und sprechen Sie es gemeinsam mit dem Gutachter durch.
💡 Herzensgut-Tipp:Auf Wunsch sind wir bei der Begutachtung mit dabei und achten darauf, dass nichts Wichtiges untergeht.
4. Der Bescheid – und was Sie daraus machen
Nach einigen Wochen erhalten Sie den schriftlichen Bescheid der Pflegekasse:
Pflegegrad 1–5 wird zuerkannt→ Sie bekommen eine Übersicht, welche Leistungen Sie nutzen können.
oder: Kein Pflegegrad / „Einstufung abgelehnt“→ Dann sollten Sie prüfen, ob sich ein Widerspruch lohnt.
Viele Angehörige in Frankfurt sind nach dem ersten Lesen völlig überfordert.Was bedeutet das alles jetzt konkret für unsere Situation?
Genau hier setzen wir an:Wir übersetzen „Kassen-Deutsch“ in verständliche Alltagssprache – und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie tatsächlich haben.
5. Widerspruch einlegen – wenn der Pflegegrad zu niedrig ist
Ihr Bauchgefühl sagt: Das passt nicht?Sie sind damit nicht allein.
Typische Hinweise, dass ein Widerspruch sinnvoll sein kann:
Der Gutachter war sehr kurz da oder hat wichtige Themen kaum angesprochen.
Demenz, nächtliche Unruhe oder psychische Belastungen wurden kaum berücksichtigt.
Stürze, Inkontinenz oder ständige Überforderung im Alltag kommen im Bericht nicht vor.
Ihr Angehöriger hat sich bei der Begutachtung „zusammengerissen“ – und im Gutachten wirkt alles viel leichter, als es ist.
Wichtig:
Sie haben in der Regel einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen (Datum im Bescheid beachten).
Der Widerspruch muss begründet werden – je konkreter, desto besser.
Ein Pflegedienst mit Erfahrung kann Ihnen helfen, die richtigen Argumente zu finden und Zusatzinformationen an die Kasse zu schicken.
Checkliste: Entlassung aus dem Krankenhaus in Frankfurt
(als Ergänzungs-Block für SEO sinnvoll – bleibt im Pflegegrad-Kontext relevant)
Noch im Krankenhaus:
Entlassungsdatum klären
Entlassungsbericht anfordern
Medikamentenplan mitnehmen
Rezepte für Hilfsmittel besorgen
Rezept für Behandlungspflege holen
Folgetermine vereinbaren
Pflegedienst kontaktieren (☎ +4969870017570)
Pflegegrad beantragen (falls nötig)
Welche Leistungen bekomme ich mit einem Pflegegrad?
Je nach Pflegegrad stehen Ihnen unterschiedliche Budgets und Leistungen zur Verfügung – unter anderem:
Pflegegeld, wenn Angehörige selbst pflegen
Pflegesachleistungen, wenn ein ambulanter Pflegedienst wie Herzensgut ins Haus kommt
Kombinationsleistungen (Mischung aus Geld und Sachleistung)
Entlastungsbetrag für stundenweise Betreuung, Haushalt, Alltagsbegleitung
Zuschüsse für Tagespflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege
Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (z. B. Umbau Bad, Treppenlift)
Pflegehilfsmittel (z. B. Einmalhandschuhe, Betteinlagen, Desinfektionsmittel)
Die konkreten Beträge ändern sich immer wieder.Wir erklären Ihnen gerne im persönlichen Gespräch, was aktuell möglich ist – und wie Sie das Maximum aus Ihrem Pflegegrad herausholen.
Die häufigsten Fehler beim Pflegegrad – und wie Sie sie vermeiden
Zu lange warten„Es geht schon irgendwie“ – bis es gar nicht mehr geht. Stellen Sie den Antrag lieber zu früh als zu spät.
Nur den „guten Tag“ zeigenIhr Angehöriger ist beim Gutachter besonders „fit“? Normal – aber gefährlich. Erzählen Sie unbedingt, wie die schlechten Tage aussehen.
Keine VorbereitungOhne Pflege-Tagebuch und Unterlagen geht im Gespräch vieles unter. Vorbereitung kostet etwas Zeit – spart aber oft Monate Ärger.
Demenz, Angst, Depression nicht erwähnenPsychische und kognitive Probleme sind genauso wichtig wie körperliche Einschränkungen.
Bescheid ungeprüft akzeptieren„Die Kasse wird schon wissen, was richtig ist.“ – leider nein. Prüfen Sie genau, ob der Pflegegrad passt.
Widerspruch aus Angst sein lassenViele trauen sich nicht, Widerspruch einzulegen. Dabei kann ein gut begründeter Widerspruch sehr erfolgreich sein.
Wie Herzensgut Sie beim Pflegegrad in Frankfurt unterstützt
Als ambulanter Pflegedienst mit Sitz in der Hungener Straße 5, 60389 Frankfurt-Seckbach kennen wir die Situation in Frankfurt aus hunderten Fällen.
Wir unterstützen Sie auf Wunsch bei:
Erstberatung am Telefon – kostenlos und unverbindlich(„Brauchen wir überhaupt einen Pflegegrad?“)
Antragstellung bei der PflegekasseWir erklären, was wohin gehört – und was Sie lieber nicht weglassen sollten.
Vorbereitung auf die BegutachtungPflege-Tagebuch, typische Fragen, Formulierungen, Tipps aus der Praxis.
Begleitung beim Gutachter-TerminWenn Sie möchten, sind wir beim Termin mit dabei.
Auswertung des BescheidsWir übersetzen Bürokratie in Alltagssprache.
Widerspruchsunterstützung, wenn der Pflegegrad nicht passt
Konkreter Versorgung im Alltag, sobald ein Pflegegrad vorliegt – z. B.:
Grundpflege (Körperpflege, Anziehen, Mobilisation)
Behandlungspflege (Medikamente, Wundversorgung etc.)
Betreuung bei Demenz
Entlastung pflegender Angehöriger
Ihr nächster Schritt: Hilfe holen, bevor es zu viel wird
Wenn Sie beim Lesen gedacht haben:„Genau so ist es bei uns“…dann sind Sie schon mittendrin in einer Pflegesituation – mit allen Belastungen, aber auch mit vielen Möglichkeiten.
Sie müssen das nicht alleine schaffen.
📞 Rufen Sie uns an:+4969870017570
📧 E-Mail: info@herzensgut-pflegedienst.de
📍 Herzensgut ambulanter PflegedienstHungener Straße 5, 60389 Frankfurt am Main
Wir sind für Sie da – in Frankfurt Bornheim, Nordend, Seckbach, Riederwald, Bockenheim, Eckenheim, Ginnheim… und in allen weiteren Stadtteilen auf Anfrage.
Pflegegrad beantragen in Frankfurt muss kein Kampf sein. Mit der richtigen Unterstützung wird daraus ein Weg – hin zu mehr Sicherheit, Entlastung und Lebensqualität für die ganze Familie.


